Eine wesentliche Besonderheit des Quartiers Tiefer Keller sind seine historischen Kelleranlagen. Die Keller sind zum Teil bis 4 Geschosse tief und wurden vor allem zur Lagerung von Nahrungsmittel genutzt. Die Keller sollten auch für Touristen nutzbar sein. Gemeinsam mit der Stadtverwaltung und interessierten Bürgern haben wir in mehreren Veranstaltungen nach neuen Wohn- und Nutzungskonzepten gesucht, die geeignet sind, eine Wiederbelebung des Quartiers durch Nutzungsvielfalt zu erreichen und gleichzeitig zu einer städtebaulichen Aufwertung beizutragen. Herausgekommen ist ein Masterplan, der für das Quartier wichtige Alleinstellungsmerkmale als „Kunstquartier“ herausarbeitet und eine funktionelle Gliederung der Freiraumnutzung vorschlägt.

Masterplan Kunstterrassen Tiefer Keller

In der Auseinandersetzung mit dem Ort ist aus der Analyse das  Logo entstanden. Die Farbflächen symbolisieren die differenzierten Nutzungsansprüche für das Quartier. Dabei bildet der rote Punkt, den eigentlichen Nukleus. Hier stellt die Galerie von der Familie Leidel den virulenten Aspekt des Ortes dar, der bis zur Revitalisierung immer ein Anziehungspunkt für die Bevölkerung als Besucher war.

ZurKonkretisierung der Ausstattungsmerkmale für die „Kunstterrassen“ wurde ein Workshop durchgeführt. Die Planung läuft.
Das Quartier wird seit 2010 in Anlehnung an den Masterplan umgebaut. Die Gebäude des städtischen Wohnungsunternehmens sind bis auf die Obere Burgstraße 9 inzwischen saniert. Auch die vorgeschlagene Quartiersgarage soll gebaut werden.

Größe Plangebiet: ca. 1,2 ha
Auftraggeber: Stadt Merseburg, Stadtentwicklungsamt
Planung: 09/2008-08/2009

2011
Unser Büro erstellt gerade die Ausführungsplanung für die Freianlagen. Der erste Bauabschnitt an der Ölgrube ist bereits realisiert.

Stand des Baufortschritts im Sommer 2014
Merseburg, Tiefer Keller, Aussenanlagen