Stadtentwicklung hat die klassische Stadtplanung als Planungsdisziplin abgelöst und ist heute als ganzheitliches Thema nicht mehr aus unserem Berufsalltag wegzudenken.
Bereits 1999 haben wir erste Erfahrungen im Bereich Stadtumbau gesammelt. Damals noch in Sangerhausen, als im Wohngebiet „Othaler Weg“ der erste Plattenbau noch ohne Förderung von einem Wohnungs-unternehmen abgerissen wurde.

Mit dem Bundeswettbewerb „Stadtumbau Ost“ 2002 erfolgte für unser Büro dann der komplexe Einstieg in die Thematik. Seitdem sind demografische Themen und die wohnungswirtschaftlichen Aspekte ein wesentlicher Bestandteil unserer Projekte.

Die Zusammenarbeit mit den Wohnungsunternehmen hat uns die Situation und Interessenslage als Eigentümer und ihrer Rolle in der Stadtentwicklung deutlich gemacht. Heute ist die Einbindung der Eigentümer, insbesondere auch der privaten für uns ein wichtiges Anliegen. Wir haben die Erkenntniss gewonnen, dass ohne deren Engagement in schrumpfenden Regionen „nichts mehr geht“.
Und weil alle Maßnahmen irgendwo eine Finanzierung brauchen (und das bei der latenten Finanzierungsnot der Kommunen heute immer schwieriger wird), erarbeiten wir inzwischen gemeinsam mit Akteuren der Stadtteilentwicklung Strategien im Rahmen integrierter Handlungskonzepte. Sie bilden die Grundlage für die Beantragung von verschiedenen Fördermitteln und Förderprogrammen wie EFRE oder Stadtumbau Ost. Diese Konzepte erarbeiten wir basisorientiert im direkten Dialog mit den Beteiligten. Aus dieser Kommunikation ergeben sich häufig auch Projektansätze, bei deren weiterer Projektentwicklung wir beratend tätig sind.